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Braucht man Google-Sitemaps?

Google-Sitemaps sind XML-Dateien, in denen alle Unterseiten einer Website aufgelistet sind. Diese sind extra für Suchmaschinen erstellt, um ihnen das Indexieren der Seiten zu erleichtern. Die Frage ist, ob es überhaupt nötig ist, eine solche Sitemap zu erstellen.

Was kann eine Google-Sitemap?

In einer Google-Sitemap können neben den Adressen der Unterseiten auch deren letze Änderung, Änderungsfrequenz, und Priorität innerhalb der Seite definiert werden. Seit neustem können auch Bilder in der normalen Sitemap eingetragen werden. Es gibt außerdem Video-Sitemaps, in ihnen können Metadaten der Videos wie Familienfreundlichkeit angegeben werden. News-Sitemaps sind speziell für Inhalte, die in Google News erscheinen sollen. Durch letztere können auch News, deren URL keine fortlaufende, einzigartige Zahl enthält, indexiert werden.

Adressen innerhalb der Sitemap werden von Bot besucht und gegebenenfalls indexiert. So kann die Wahrscheinlichkeit erhöht werden, dass die Suchmaschine alle Unterseiten findet.

Sitemap übermitteln

Man kann Sitemaps über die Google Webmaster-Tools übermitteln. So können auch Websites indexiert werden, die noch über keinen Link erreichbar sind.

Das Schema einer XML-Sitemap

Das Schema einer XML-Sitemap | Screenshot: Wikipedia

Was eine Google-Sitemap nicht kann

Metadaten innerhalb der Sitemap werden im Grunde ignoriert. So wird eine Unterseite nicht öfter besucht, nur weil eine hohe Priorität oder eine niedrige Änderungsfrequenz angegeben sind. Die enthaltenen URLs werden vom Bot erst einmal besucht und durch den Algorithmus bewertet. Man kann durch eine Sitemap auch keinen Spam in den Index drücken, dieser würde zwar gecrawlt werden, die Tatsache, dass dies über die Sitemap erfolgte, ändert aber nichts daran, dass er wertlos ist.

Aber für große Seiten lohnt sich doch eine Sitemap…

Meiner Meinung nach ist das nicht ganz richtig. Sitemaps ändern wie gesagt wenig an der Bewertung einer einzelnen Unterseite, sie führen nur dazu, dass diese eventuell schneller gefunden wird. Damit eine Seite in den Index kommt und gut gelistet wird, ist es wichtig sie mit ordentlich Linkpower zu füttern – von außerhalb der Website und aus ihr selbst heraus.

Sauberes Arbeiten erspart die Sitemap

Der sogenannte Linkflow innerhalb einer Seite kann gesteuert werden: Die Homepage ist im Normalfall der stärkste Punkt, sie hat selbst am meisten Linkpower und kann somit auch am meisten weitergeben. Nun geht es darum eine Seitenstruktur zu schaffen, die die Unterseiten möglichst direkt von der Homepage versorgt und umgekehrt. Eine möglichst flache Hierachie also. Wobei es Grenzen für die Anzahl an Links auf einer einzelnen Seite gibt.

Aus diesen Gründen heißt es oft, dass eine kleine Seite keine Sitemap benötigt, da man sowieso von jeder Unterseite auf alle anderen zugreifen kann. Doch durch eine geschickte Strukturierung und interne Verlinkung einer großen Seite, kann auch jede Unterseite mit genügend Linkpower versorgt werden. Schließlich steht auch mehr davon zur Verfügung.

Soll ich nun eine Sitemap erstellen?

Wenn ein CMS wie WordPress verwendet wird, bei dem durch Installation eines Plugins die Sache erledigt ist, geht es wahrscheinlich schneller dies einfach zu tun, als überhaupt darüber nachzudenken. Witzigerweise können diese CMS durch Pingdienste viel effektiver und schneller über neue Inhalte informieren als durch eine Sitemap.

Bei größeren Seiten sollte man viel Wert auf gute interne Verlinkung legen. Kluge Aufteilung in Kategorien, Querverlinkung innerhalb der Texte, ähnliche Artikel usw. Eine automatisch generierte Sitemap kann hinzugefügt werden. Zusätzliche Metadaten wie Priorität sind nur Zeitverschwendung.

Eine kleine Seite braucht keine Sitemap. Ist eine Unterseite noch nicht indexiert, lässt sich das mit viel weniger Aufwand durch einen Link von einem großen Bookmarkdienst (z.B. Oneview) bewerkstelligen. Schwupp, schon ist die Seite im Index.

Weitere Meinungen

Webmaster Friday

Der Webmaster Friday

Der Artikel war ein Beitrag zum Webmaster Friday: “Wie wichtig ist eine Sitemap?“. Bei den Anderen findest du auch nützliches zum Thema:

Ich bin für sauber strukturierte Websites und gegen dummes ausführen des Willen Googles. Nofollow hier, Sitemap da, Spam-Report dort. Ich bin doch nicht deren Lui. Oder wie siehst du das?

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Abonnieren 2 Kommentare:
  1. Hallo Simon,

    klasse Artikel, sehr übersichtlich und gut strukturiert, gefällt mir.

    Zum Thema
    Ich denke das Sitemaps, auch wenn sie einen “mehr Aufwand” darstellen, nie verkehrt sind. Natürlich ersetzen sie keine gut verlinkte Webseite, jedoch wird eine Sitemap niemals deiner Suchmaschinensichtbarkeit schaden.

    Ich denke da vorallem an das Indizieren einer neuen Seite, die mit Hilfe einer Sitemap und einem Pingvorgang relativ schnell von Suchmaschinen erkannt und eingetragen wird.

    Natürlich bleibt es jedem selbst überlassen, ob er eine Sitemap anlegt oder nicht, aber Schaden kann es nie, gerade bei Neulingen.

    Gruß Niko

  2. @Niko Hallo,
    ich sehe das im Grunde ähnlich, der Post spiegelt aber noch meine persönliche Handhabung wieder.

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