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Bedürfnisbefriedigung durch Bloggen

Webmaster Friday

Webmaster Friday

Die Blogosphäre beschäftigt sich traditionell selten mit sich selbst. So sind Spekulationen über ihr Überleben die Ausnahme. Da ist es schön, wenn Martin Mißfeldt am Webmaster Friday die Blogger fragt: “Warum bloggen und was sind Deine Ziele?

Für mich ist diese Themenwahl natürlich optimal: Sie fällt auf den Blogstart von Webdesign-Allendoerfer.de und gibt mir die ideale Möglichkeit dich als Leser mit ein paar hoffentlich interessant verpackten Informationen zum Blog herzlich Willkommen zu heißen!

Welches Bedürfnis steckt hinter dem Bloggen?

Wer könnte uns zuverlässiger über die menschliche Blog-Lust aufklären, als die Bedürfnismacher selbst? Fragen wir also die Werbung der Profiteure:

Selbstverwirklichung

Express yourself. Start a blog.

Mit diesem Spruch möchte WordPress.com Besucher von einer Anmeldung überzeugen. Auch Blogger.com oder Blog.de sprechen vom “persönlichen, eigenen Blog”. Zusätzlich werden die “grenzenlosen Gestaltungsmöglichkeiten” angepriesen. Auf WordPress.org wird zudem erklärt, dass sich die Software auf die Ästhetik fokussiere.

Es geht also darum etwas zu kreieren, worin die eigene Persönlichkeit steckt. Dies soll individuell und schön sein. Man möchte sich selbst wohlfühlen und andere sollen das auch sehen können. Ein Blog ist ein Kunstwerk — nicht nur in literarischer Hinsicht, auch das Theme soll hübsch aussehen, Bilder und Videos sind weitere, mögliche Elemente.

Gemeinschaft

blog.de-Screenshot

blog.de-Screenshot

Auf Blog.de kann man seine Medien teilen. Blogs bieten spannende Inhalte, man kann sogar Freunde finden! Da möchte man doch am liebsten jetzt mitmachen.

Bei diesem Webdesign war ein Profi am Werk, denn unzählige Sehnsüchte werden angesprochen und geweckt. Es hat wohl jeder Mensch das Bedürfnis nach Zuneigung, Teil eines großen Ganzen möchten manche mehr, manche weniger sein, doch wird bei letzteren auch die Angst etwas zu verpassen geschürt.

Profit durch ein Hobby

Trigami-Screenshot

Trigami-Screenshot

Wer hat nicht schon einmal davon geträumt Rennfahrer, Fußballspieler oder Pornostar zu werden? :) Die Werbung von Google Adsense und Trigami (Agentur für Social-Media-Marketing) bringt uns diesen Traum etwas näher: Ein wenig über das Hobby schreiben und dabei ordentlich Bares verdienen. Wäre doch was.

Google Adsense Beispielbild

Google Adsense Beispielbild

Während Trigami das ganz offensichtlich macht — da ist von “Spaß” die Rede — geht Google sehr viel subtiler vor. Wer nicht darüber nachdenkt, bemerkt wahrscheinlich gar nicht, dass Google ein Bild einer Gartenwebsite als Beispielbild für Einnahmen durch Adsense heranzieht.

Geld mit Bloggen zu verdienen ist natürlich nicht so einfach, wie vom größten Werbenetzwerk und dem Spezialist für Blog-Werbung dargestellt. Trotzdem schaffen die beiden Firmen es sehr gekonnt beim Besucher das logische Denken aus und das Wunschdenken anzuknipsen.

Gewinnmaximierung

Wenn man laut Trigami fremde Blogs zur Kundengewinnung nutzen kann, warum nicht gleich einen eigener Blog? Das WordPress gut für SEO geeignet ist, liest man überall. Eine eigene Social-Media-Strategie kann zusehends zum Erfolg führen. Der Blog bietet sich hierfür als idealer Knotenpunkt an.

Demnach starten immer mehr Firmen-Blogs, da dies oft schlicht und ergreifend ökonomisch sinnvoll ist.

Alternativen zu einem Blog

Menschen, die die oben aufgelisteten Bedürfnisse haben, oder bei denen sie geweckt sind, werden versuchen diese zu befriedigen. Dazu braucht man keinen Blog!

Kunst in Bild, Musik, Film oder Text

Kunst gab es auch schon vor der Erfindung des Blogs. Blogs vereinfachen die Publikation nur ungemein. Offline sind die zu bezwingenden Schwellen (Kosten, Können usw.) anfangs deutlich höher, größeren Erfolg kann man im Web aber auch nur durch Klasse haben: Ein Blog ist schnell aufgesetzt, doch wirklich bekannte Größen des Webs hätten es wohl offline genauso geschafft, umgekehrt ebenso.

Neben der eigenen Website und traditionellen Medien gibt es allerdings noch Social-Media: YouTube, flickr oder deviantArt bieten Plattformen um eigene Werke zu veröffentlichen. Wie Blogs haben auch sie Kommentarfunktionen etc. Trotzdem kann man Social-Media-Angebote nicht wirklich als Alternative zu Blogs sehen, da Nutzer ab einem gewissen Engagement fast immer auch einen Blog besitzen. Außerdem verschwimmen die Grenzen: Twitter, Friendfeed oder Tumblr sind sowohl Blog, als auch soziale Netzwerke, wodurch Blogs selbst zu Social-Media gezählt werden können.

Ein für mich persönlich sehr wichtiger Punkt ist die Sammlung. Ein Blog macht es sehr viel einfacher alle Inhalte und Werke zu bündeln, wohingegen sie in anderen Medien oft verstreut sind. Hier spielt sicherlich die Identifizierung eine große Rolle.

Meinungsaustausch und Gemeinschaft

Zunächst wieder ein Blick in die alte Welt (nein, nicht Europa, sondern die vor der Haustür): Leserbriefe, Kommentare, Interviews oder Demonstrationen fielen mir zum Thema ein. Das gibt es schon länger. Blogs vereinfachen den Prozess jedoch und sind weniger anfällig gegenüber Zensur.

In der neuen Welt gibt es diesmal Alternativen: Studien zeigen, dass jüngere Menschen zwar gerne im Web interagieren, allerdings beschränkt sich das immer mehr auf die Verbreitung und Kommentation beispielsweise auf Facebook. Selbst bloggen möchten immer weniger. Auch um in einer Gemeinschaft teilzunehmen gibt es andere Ansätze: Foren, Soziale Netzwerke, Instant Messages oder — ganz oldschool — IRCs.

Profit

Dass man auch offline Geld verdienen kann, sollte klar sein.

Online gibt es andere Arten von Websites, die leichter zu Monetarisieren sind. Blogs haben oft den klaren “Hobby-Bonus”. Eine MFA-Seite ist schnell erstellt, doch Identifizierung findet damit (hoffentlich!) nicht statt.

Für Unternehmen gibt es übrigens bei der Gewinnmaximierung keine Alternative. Entweder ein Blog ist die schlauste Investition oder nicht. Im zweiten Fall, würde er im Sinne der Gewinnmaximierung auch nicht gestartet werden, daher ist es unsinnig darüber nachzudenken.

Fazit: Warum blogge ich?

Die aus der Werbung abgeleitete Argumentation trifft auch auf mich zu: Ich produziere gerne Inhalte in Form von Text oder Bild. Ich analysiere gerne und schätze deshalb die Möglichkeiten, die Blogs hinsichtlich des Meinungsaustauschs bieten. Außerdem verdiene ich Geld mit Websites — in Falle dieser wohl durch die indirekten Folgen, die hoffentlich eintreten werden.

Konkret wäre also die Ziel dieses Blogs: Profil schaffen und schärfen, Kontakte knüpfen und potentiellen Kunden die Links unter Portfolio präsentieren. In erster Linie möchte ich aber Spaß an der Sache haben und hauptsächlich lösungsorientierte Blogposts schreiben.

Auch die Community ist für mich ein wichtiger Punkt, weshalb ich mich sehr freuen würde, wenn du in den Kommentaren schreiben würdest, warum du blogst oder nicht blogst.

Beim Webmaster Friday kann übrigens jeder mitmachen. Ich hoffe es schreibt jemand einen Artikel zum Demokratieaspekt, den ich absichtlich ausgelassen habe. (Füge den Link gegebenenfalls nachträglich ein.)

Passende Fundstücke im Netz:

Das wars. Mein erster Blogpost! Falls er dir gefallen hat, empfehle ich den RT-Button, falls nicht wäre ich für Kritik und Meinungen besonders dankbar.
Ich wünsche frohe Ostern!


Abonnieren Ein Kommentar:
  1. Ich stimme Dir da vollkommen zu ! Selbstverwirklichung ist ohnehin ein weitaus besseres motiv als reine Profitgier. Dennoch, den ein oder andren Euro könnte ich auch noch vertragen ! ;)

    Danke für Deinen Artikel !

    iserverz

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